Aberfeldy, bereits ein Reiseziel von Robert Burns (siehe auch den Song "The Birks o´ Aberfeldy") wurde von Tommy und John Dewar ausgesucht um 1896 eine Destillerie zu erbauen, deren Produktion 1898 begann. Zwei frühere Destillerien in der Nähe hatten sich nur kurze Zeit halten können. Die beiden Dewars betrieben in Perth ein regen Handel mit Blended Whiskies und erweiterten ihr Geschäft damit um die Herstellung. Ein weiterer Vorteil war der leicht erreichbare Eisenbahnanschluß. Tommy Dewar ging 1892 auf Weltreise um seinen Whisky zu verkaufen, dabei hatte er immer seine Visitenkarte, auf der stand: "I have given up lending money for some time, but I don´t mind having a drink. Make it a Dewar´s." Neben diesen Reisen war er selbst die dritte Person in GB, die ein Auto ihr eigen nannte (nach Thomas Lipton und dem Prince of Wales). Dewar´s kaufte zwischen 1919 und 1925 sechs weitere Destillerien und schloß sich 1925 der DCL an, die wiederum in der United Destillers plc aufging, zu der die Brennerei heute gehört. Das Still-House und der Tun-Room wurden 1973 mit dem originalen Mauerwerk neu erbaut. Erst 1991 wurde Aberfeldy erstmals als Single Malt abgefüllt. Auf dem Etikett ist ein Eichhörnchen zu sehen, die in größeren Zahlen in den naheliegen Wäldern zu finden sind, ansonsten aber eher selten in Schottland anzutreffen sind.
Im Herzen von Speyside am Fuße des Ben Rinnes und an den Ufern des Lour liegen sowohl das Dorf als auch die Destillerie Aberlour. 1826 von James Gordon und Peter Weir gegründet und damit nur 14 Jahre nach dem Baubeginn der Stadt, mußte sie schon 1879 nach einem Feuer neu aufgebaut werden. Die Destillerie wurde noch öfter vom Feuer bedroht und jedesmal mußte die ganze Dorfbevölkerung aus den Betten um die wertvollen Fässer vor den lodernden Flammen zu retten. Sie wurde 1945 und 1973 (3 Stills) ausgebaut und gehört heute zu Campbell Destillers Ltd (Pernod-Ricard), wodurch sich auch der hohe nach Frankreich verkaufte Anteil erklärt. Es heißt, daß die ersten christlichen Missionare von St. Dunstan das Wasser des Lour zur Taufe der "Wilden" benutzt haben. Die heutige Nutzung des Wassers dieser Gegend ergibt jedenfalls ein mindestens ebenso kultiviertes Produkt. Die Kultur wird auch vom Destilleriemanager gepflegt wenn er Dudelsack spielend durch das Warehouse marschiert, wo der Whisky lagert "just to settle its nerves, ye ken"
Allt A'Bhainne, der Name heißt auf gälisch "Burn of Milk", wurde erst 1975 erbaut und ist damit die jüngste aller Brennereien. Die Bauten an der B9009 und 8 Meilen südwestlich von Dufftown gelegen wurden gefühlvoll in die Landschaft eingepaßt und entsprechen nach dem Ausbau 1989, der die Kapazität auf 2,6 Mio. Ltr. erhöhte, dem Stand der Technik wie in kaum einer anderen Destillerie. Mit dem Seagram-Deal 2001 an Pernod Ricard verkauft.
| Ardbeg, 1815 offiziell eröffnet, liegt an der Südküste
der Insel Islay. Sie ist eine der ältesten Destillerien in Schottland
und war über 150 Jahre im Familienbesitz von McDougall. 1977 wurde sie
von Hiram Walker übernommen. Nach diversen Schliessungen nahm sie 1989
den Betrieb wieder auf, jedoch ohne eigene Mälzerei. 1996 wurde sie
jedoch bereits wieder geschlossen. Ein Jahr später wurde sie von der
Glenmorangie plc. gekauft und wiedereröffnet. Das reichlich getorfte
Wasser bezieht die sehr traditionelle Destillerie aus Loch Iaran und
Loch Uigidale. Von Ardbeg gibt es eine Reihe verschiedener Abfüllungen.
Die bekanntesten sind der 10jährige, der 17jährige, eine Jahrgangsabfüllung
von 1978 sowie der neu erhältliche "Ardbeg Ten". Zudem sind
diverse Abfüllungen der Unabhängigen auf dem Markt erhältlich. |
Um ihren Bedarf an Malt (der zur Herstellung ihres Blends benötigt wurde) zu befriedigen errichtete die Familie Wm. Teacher diese Brennerei mit 2 Stills in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts. Sie liegt am östlichen Rand Speysides zwischen den Bergen von Grampian, und dem Fluß Bogie. Kurz nachdem sie auf sechs Stills erweitert wurde, ging die Destillerie 1976 in den Besitz von Allied Distillers über. Es gibt keine Destillerie-Abfüllung, jedoch wurde Gordon & MacPhail autorisiert.
| Um 1800/1840 im Norden Glasgows von John Hart erbaut 1837-1878 im Besitz
Filshie, anschließend C.H. Curtis, Alexander Ferguson (1900), George & John
Maclachlan (1903), nach dem Zweiten Weltkrieg wieder aufgebaut. J. & R.
Tennent 1960 - anschließend von Bass Charrington übernommen, 1969 von Eddie
Cairnst, 1974 renoviert. 1984 schließlich an Morrison Bowmore verkauft (die
wiederum 1994 vollständig von Suntory übernommen wurden), die damit neben
Bowmore und Glen Garioch eine Lowland Brennerei ihr Eigen nennen durften. Wie
alle Lowlands ist der Whisky eher von leichterer Art, aber nicht unnuanciert.
Besonderheiten: Dreifach destilliert (sonst nur bei Rosebank, ähnlich bei
Springbank und irischem Whisky), Wasser kommt aus den Highlands. Auchentoshan ist die zweite noch aktive Brennerei in den Lowlands. Die bekanntesten Abfüllungen sind ein non age, der 10- und der 21jährige. Sehr selten sind noch 5-, 8- und 18jährige Abfüllungen zu finden |
Im Jahre 1974 von IDV erbaut, die im Jahre 1975 erst an Watney Mann und dann an Grand Metropolitan verkauft wurde. Heute wird Justerini & Brooks (Diageo) als Betreiber geführt.
1896 von Alexander Edward erbaut, 1898 von seiner Firma Oban & Aultmore-Glenlivet Distilleries übernommen und 1913 von John Dewar & Sons und 1925 von DCL gekauft. 1930 an SMD übergegangen und damit dann schließlich zu UD. 1971 überholt. Der Malt ist sehr hell und durchaus zu den leichteren Vertretern zu zählen, er wird u.a. für die Blends Dewars und Robert Harwey gebraucht.
1872 von Alexander Ross erbaut (manchmal wird 1790 als Gründungsdatum amgegeben, allerdings gilt dies für eine Vorgängerin). Seit 1896 bis 1910 im Besitz von Alex Cowan & Co. 1915-1947 stillgelegt, Cumming & Son kaufte und eröffnete die Dest. 1949 wieder. 1970 auf 3 Stills ausgebaut, an Hiram Walker verkauft und damit im Besitz von Allied Dist. 1996 den Betrieb wieder stillgelgt und an Inver House verkauft.
Die Lizenz der Destillerie datiert aus dem Jahre 1825 und wurde auf den Namen James McGregor ausgestellt (bis 1867). 1897 verkauft an Balmenach-Glenlivet Distillery. 1930 von SMD übernommen. 1962 auf sechs Stills erweitert und 1987 an UD verkauft, die sie 1993 geschlossen haben.
Mit Second Hand Teilen aus Lagavulin und Glen Albyn 1892 von W.J. Grant gebaut, 1965 und 1971 renoviert (von 5 auf7 und dann auf 8 Stills). 1973 das erste Mal als Originalabfüllung als Single Malt abgefüllt.
Eine Vorgängerin wurde bereits 1824 erbaut, die spätere erst im Jahre 1863 von James Simpson. 1877 durch ein Feuer zerstört und neu erbaut. 1932 in den Besitz von SMD übergegangen. 1983 geschlossen und danach teilweise abgerissen, deshalb als Malt auch recht selten zu erwerben.
Ein Fäßchen des Whisky wurde an Queen Victoria überreicht, als diese in Schottland ihr Schloß Balmoral gekauft hatte. Erbaut wurde 1825 von "Long John" McDonald, dessen Familie Mitbesitzerin bis in die 20er blieb und den Namen "Long John" an Seager Evans verkaufte. Als letztere Whitebread-Konzern kamen, kam auch der Name wieder zur Distellery zurück. Zeitweise als Malt und Grain-Brennerei tätig. Ab 1986 geschlossen und dann 1989 an Nikka Distillers, Japan, verkauft. 1991 wiedereröffnet.
Von John Duff & Co. Ltd 1897 erbaut, 1899 von Longmorn Distillery Co Ltd. Übernommen. Dann zwischen 1900 und 1965 geschlossen und von The Glenlivet Distillers Ltd umgebaut und wiedereröffnet. Ab 1977 zun Seagram, Kanada, gehörend die Glenlivet erworben hatten. 1985 renoviert und von 3 auf 6 Stills erweitert. Mit dem Seagram-Deal 2001 an Pernod Ricard verkauft.
| Benrinnes, etwa 1835 gegründet, ist eine von am
traditionellsten Destillieren in Schottland überhaupt. Sie gehört wie
viele andere der Guinness-Tochter United Distillers. Der Namen
erhielt die Destillerie vom Berg, zu dessen Füssen sie liegt, Dem Ben
Rinnes (840m). Abgefüllt wurde der Malt offiziell erstmals 1991 in der
Fauna&Flora Serie von UD. Benrinnes ist eine der drei letzten
Destillerien, die die Dreifachdestillation anwenden, was in zu einem
geschmackvielfältigen Malt machen. Die offizielle Abfüllung von UD ist
15 Jahre alt. G&M hat in schon seit längerer Zeit in seinem
Sortiment. Manchmal ist er auch von Cadenhead's und Signatory erhältlich. |
| Nach The
Edradour ist Benromach die zweitkleinste Destillerie in
Schottland. Sie wurde 1898 von einem Whiskyhändler gegründet. Während
den letzten hundert Jahren war die Brennerei des öftern stillgelegt
worden, so auch 1983. Es wurde lange bezweifelt, ob die Destillerie
jemals wieder eröffnet wird, den es wurde bereits mit dem Abbruch
einzelner Gebäude begonnen. Sie wurde schliesslich von
Gordon&MacPhail gekauft, renoviert und zum 100sten Geburtstag
wiedereröffnet. Ein Jahr später flossen die ersten Tropfen durch die
Stills. Bekommen kann man Benromach in vielen verschiedenen Abfüllungen,
z.B. als 12-, oder 15jähriger, als Rare Malt, sowie diverse Abfüllungen
von Gordon&MacPhail. Auch Signatory hat eine Abfüllung im
Sortiment. |
| Bladnoch ist bei weitem die südlichste Destillerie. Sie
liegt auf der Halbinsel Machers in Galloway. Bladnoch produzierte einen
der besten Lowland-Malts überhaupt. Sie hatte in ihrer Geschichte sehr häufig
die Besitzer gewechselt und war auch öfters geschlossen. 1966 wurde sie
nach einer der zahlreichen Wiedereröffungen auf vier Stills erweitert.
Als sie von der Guinnestocher United Distillers übernommen wurden,
nahmen sie den 10 jähreigen Whisky in die Flora&Fauna Serie auf.
Kurz darauf versuchten sie die Destillerie zu verkaufen, was aber
scheiterte. 1993 wurde der Betrieb eingestellt. Es gibt diverse Abfüllungen,
auch von den "Unabhängigen". |
Diese im Jahre 1798 von John Stewart und Robert Robertson gegründete Destillerie ist eine der ältesten Destillerien Schottlands. 1862 wurde sie an P. Mackenzie verkauft, 1897 mit der Dufftown Distillery vereinigt und 1932 stillgelegt. 1933 von Arthur Bell & Sons erworben und 1949 renoviert und wiedereröffnet. 1973 von zwei auf vier stills ausgebaut. 1985 von UD aufgekauft. Sie liegt in der wunderschön gelegenen Stadt Pitlochry südlich der Grampiam Mountains. Aus Richtung Perth auf der A9 kommend befindet sich die Destillerie und das Visitor-Zentrum am Ortseingang von Pitlochry.
| Bowmore ist der Rolls Royce der Inseln. Auch in dieser
Destillerie wird Tradition grossgeschrieben,. So wird immer noch selbst
gemälzt. Das Wasser bezieht Bowmore aus dem River Laggan das auf
dem Weg zum mehr viel Torf aufnimmt. Bowmore soll 1779 (John Simpson) gegründet worden
sein. 1963 wurde die Brennerei von Stanley Morrison übernommen, der die
Destillerie zum Flagschiff seiner Gruppe ausbaute. 1994 wurde Morrions
von Suntory, dem japanischen Konzern, aufgekauft. Wie auch Macallan hat Bowmore sehr viele Abfüllungen. Die bekanntesten sind:
Legend,
10-, 12-, 15-, 17-, 22- und 30 jährig. Zu erwähnen ist noch der Black
Bowmore, ein ganz ungewöhnlicher Malt. |
Ursprünglich als Braes of Glenlivet 1973/4 von Chivas Bros. gebaut. 1975 erst von drei auf fünf, dann 1978 auf sechs Stills ausgebaut. Kann vollständig von einer Person gestuert werden, da vollautomatisch. Um Verwechslungen mit dem originalen Glenlivet vorzubeugen wurde sie 1995 umbenannt. Mit dem Seagram-Deal 2001 an Pernod Ricard verkauft.
Originalname Clynelish. Wurde 1819 Marquis von Stafford gegründet, dem 1st Duke of Sutherland (bekannt wg. seiner unrühmlichen Rolle während der Clearances) gegründet. 1896 an James Ainslie & Co., nach deren Beinahe-Bankrott an DCL/SMD. Geschlossen während 1931 bis 1939 und 1941 bis 1945. Bau einer neuen Destillerie 1968, alte eingemottet. Ab 1975 als Clynelish2 wieder in Produktion, was aber eine Menge Verwirrung stiftete, so daß sie in Brora umbenannt wurde. Allerdings wurden beide Destillate als Clynelish verkauft, was die Verwirrung nicht verminderte. 1983 stillgelegt. Originaler Brora muß also zwischen 75 und 83 datieren und ist immer seltener auf dem Markt. 1987 von UD übernommen.
| Bruichladdich ist die die am westlichsten gelegene
Brennerei in Schottland. Sie liegt am Loch Indaal, gegenüber von Bowmore.
Wie alle Destillerien auf Islay hat auch Bruichladdich Tradition. Sie
wurde 1881 von der Familie Gourlay Harvey gegründet. Mit Ausnahme einer
Erweiterung auf vier Stills wurde sie bis heute kaum verändert.
Das Wasser bezieht die Destillerie von "local hills". Nachdem
die Destillerie in den dreissiger Jahren schon zeitweise stillgelegt
wurde, ist sie auch von 1995 vorübergehend stillgelegt. Bruichladdich
ist in verschiedenen Altersstufen zu erhalten. Die gängigsten sind 10-,
15- und 21 Jahre. Sowohl Gordon&MacPhail als auch Milroys füllen
ihn zudem als Cask-Version ab. Des weiteren sind auch Abfüllungen von
Signatory erhältlich. Sehr selten sieht man noch den Bruichladdich
"Landkarte" (10 Jahre), der im alten Stil der Destillerie
hergestellt wurde |
1883 von den Greenlees erbaut, die als Islay Distillery Co Ltd firmierten, fusionierten 1887 mit Glenrothes-Glenlivet und bildeten die Highland Distilleries, in deren Besitz sie heute noch ist. 1963 von 2 auf 4 Stills ausgebaut. Ab 1970 als Single Malt, ältere Abfüllungen selten.
Hector Henderson, bereits an der Littlemill Destillerie beteiligt erbaute Caol Ila 1846. 11 Jahre später von Bulloch, Lade & Co erworben, 1920 kaufte sie Robertson & Baxter Ltd, seit 1927 im Besitz der DCL, 1930 an SMD übergeben und bis 1937 geschlossen. Neubau 1972 und Ausbau von 2 auf 6 Stills. 1987 von UD übernommen. Seit 1988 als Single Malt Original Abfüllung erhältlich.
Glen Grant No 2 hierß sie, als sie 1896 von J.&J.Grant erbaut wurde. 1902 geschlossen und erst 1965 von Glenlivet Distillers Ltd renoviert (mit dem original kupfernen Stills). 1977 im Rahmen größerer Aufkäufe von Seagram, Kanada, übernommen. 1967 von 2 auf 4 Stills ausgebaut. Als Single Malt nur von unabhängigen Abfüllern erhältlich. Mit dem Seagram-Deal 2001 an Pernod Ricard verkauft.
Nachdem er dreimal wegen Schwarzbrennens verurteilt war ließ er 1824 seine Destille als Cardow lizensieren: John Cumming. Anschließend übernahmen erst sein Sohn und dann seine Tochter Elizabeth, "the Queen of Whisky Trade" die die Produktion und den Handel entscheidend ausbaute.1893 verkaufte sie an John Walker & Sons, und 1925 kam sie zur DCL und 1930 zu SMD (ein Urenkel Elizabeths wurde übrigens Chairman der DCL im Jahre 1963). 1960/1 Erweiterung von 4 auf 6 stills. 1975 umbenannt in Cardhu und 10 Jahre später übernommen von UD.
Direkt neben Clynelish 1967 von SMD erbaut und die Originaldestillerie wurde dann 1968 in Brora umbenannt. Die Lizenz wurde 1990 von Ainslie & Heilbron (Distillers) Ltd. auf UMGD überschrieben. Weitere Geschichte siehe auch BRORA (der Text von Brora hier noch einmal): Originalname Clynelish. Wurde 1819 Marquis von Stafford gegründet, dem 1st Duke of Sutherland (bekannt wg. seiner unrühmlichen Rolle während der Clearances) gegründet. 1896 an James Ainslie & Co., nach deren Beinahe-Bankrott an DCL/SMD. Geschlossen während 1931 bis 1939 und 1941 bis 1945. Bau einer neuen Destillerie 1968, alte eingemottet. Ab 1975 als Clynelish2 wieder in Produktion, was aber eine Menge Verwirrung stiftete, so daß sie in Brora umbenannt wurde. Allerdings wurden beide Destillate als Clynelish verkauft, was die Verwirrung nicht verminderte. 1983 stillgelegt. Originaler Brora muß also zwischen 75 und 83 datieren und ist immer seltener auf dem Markt. 1987 von UD übernommen.
1897 von James Robertson & Son, einer Blending Firma aus Dundee, gebaut. 1916 von Clynelish Distillery Co aufgekauft, damit 1930 an die DCL gekommen und an SMD weitergegeben. 1985 geschlossen. 1987 von UD gekauft, derzeit ohne Lizenz und nur als Abfüllung von Independent Bottlers erhältlich.
1894 von einer Gruppe Glasgower Geschäftsleute gebaut und 1905 für 6000 Pfund an W.P.Lowrie & Co Ltd verkauft. 1909/10 durch Feuer zerstört. Die Installation eines continous still brachte keine positiven Resultate, so daß er wieder deinstalliert wurde. Sie ging 1925 an die DCL (1930 an SMD). 1965 renoviert und von 2 auf 4 Stills erweitert. 1985 geschlossen und dann 1987 von UD gekauft. Wird heute vonj William Grant & Sons als Warehouse genutzt. Nur als independent bottling erhältlich.
| Die Destillerie Cragganmore wurde 1869 (John Smith) im Tal der Spey
erbaut. Es ist nach wie vor eine der kleineren Destillerien, obwohl man
sie 1964 auf vier Stills erweitert hat. Bevor er in die Serie der
Classic Malts von United aufgenommen wurde, war er einer der weniger
bekannten Malts. Er galt aber unter den Whiskykenner als Geheimtip. 1964
von 2 auf 4 Stills ausgebaut. 1987 an UD gegangen, Ende der 80er in die
Reihe der Classic Malts aufgenommen, Lizenz 1992 von D.& J.McCallum
Ltd. an MacDonald Greenlees.Die
bekannteste Abfüllung ist 12 jährig. Er wird noch als Distillers
Edition und von unabhängigen Abfüllern abgefüllt, bei denen es
auch eine Cask-Version gibt. |
Peter Mackie, der bereits die White Horse Distillers gegründet hatte und Lagavulin besaß, tat sich 1898 mit Alexander Edward von der Aultmore und Benrinnes Distillery zusammen und erbaute diese Distille. SMD (DCL) übernahm 1930. Dann 1964/5 renoviert und von 2 auf 4 Stills ausgebaut. 1987 an UD gegangen.
1854 von William Mr. Mackenzie gegründet, dessen Sohn eine Partnerschaft mit Talisker schloß und die ab 1898 Dailuaine-Talisker Disilleries Co Ltd hieß und später in der DCL aufging. 1917 durch Feuer zerstört, 1959/60 renoviert und von 4 auf 6 Stills erweitert. 1987 an UD gegangen.
| Der Name klingt eher nach einem amerikanischen Bourbon als
nach einem schottischen Malt. Die ehemalige Destillerie wurde in ein
Museum umgewandelt. Das hat wahrscheinlich verschiedene Gründe. Zum
einen wurde die Destillerie nur selten renoviert, zum andern war sie häufig
geschlossen (1930-1936, 1939-1947, und seit 1983 für immer). 1987 von
UD übernommen, anschließend an Historic Scotland als Museum überlassen.
Das Wasser
kam aus Altyre Burn. Man kann heute im Museum Dallas Dhu genau studieren
wie Whisky gemacht wird. Zu kaufen gibt es ihn, mit Ausnahme der Rare
Malts Serie, nur noch von unabhängigen Abfüllern, wobei auch ihre Vorräte
langsam dem Ende zu gehen. |
1839 erbaut, anschließend von der Familie Macjenzie betrieben (1878-1960), die dann mit Whyte & Mackay Distillers Ltd fusionierten. 1966 von 4 auf 8 Stills erweitert (einer der alten Stills datiert aus dem Jahre 1874)
|
Dalwhinnie wurde 1897 als "Strathspey" gegründet.
Der Name lässt darauf schliessen, dass man zu dieser Zeit schon Mühe
hatte, die Destillerie in eine Region einzuordnen. Der Name Dalwhinnie
heisst übersetzt Treffpunkt - das war ein Ort für Viehtreiber und wahrscheinlich auch Schmuggler. Sie ist zudem mit 330 MüM die höchstgelegenste
Destillerie Schottlands. Die Destillerie hat 2 Stills und bezieht sein
Wasser von Allt an T'Sluic. Die bekannteste Abfüllung ist 15 Jahre alt.
Zudem wird er noch als Distillers Edition und von einigen unabhängigen
Abfüllern abgefüllt. 1997 kam zudem eine Jubiläumsausgabe heraus. |
1965/6 von Deanston Distillery Co Ltd umgebaut aus einer 1785 errichteten Baumwoll-Mühle umgebaut. 1972 von Invergordon Distillers Ltd aufgekauft und 1982 geschlossen. 1990 von Burn Stewart übernommen und wiedereröffnet.
Ende der 1890er con Peter Mackenzie und Richard Stackpole aus einer Getreidemühle umgebaut. P. Mackenzie & Co kaufte noch Blair Athol bevor sie 1933 von Arthur Bell & Sons Ltd übernommen wurden. 1967 und 1979 erst auf 4 dann auf 6 Stills erweitert. 1985 von UD aufgekauft.
| The Edradour ist die kleinste Destillerie in Schottland.
Die 1825 gegründete Destillerie wird von nur drei Männern betrieben.
Sie ist eine der traditionellsten Destillerien und dank ihren winzgen
Grösse sieht sie auch nicht aus wie eine Fabrik sondern wie eine
Farmhouse-Brennerei aus dem 19. Jahrhundert. Die beiden Stills der
Destillerie ergeben gerade mal zwölf Fässer pro Woche. Pro Jahr werden
somit auch nur einige zehntausend Flaschen abgefüllt! Dieselbe Menge
wird von andern Destillerien in einer Woche abgefüllt. Durch die
wenigen Flaschen die abgefüllt werden ist auch die Vielfalt der Abfüllungen
eher klein. Die offizielle Abfüllung wird nach zehnjähriger
Sherryfasslagerung abgefüllt. Es gibt ihn auch als Jahrgangsabfüllung
noch von Signatory, Cadenhead's und Gordon&MacPhail. Wurde 1992 von Pernod-Ricard aufgekauft. |
1824 als Destillerie und 1887 als Firma Fettercain Dist. Co. Gegründet. Neubau nach Feuer Ende der 80er Jahre. Geschlossen zwischen 1926-1939 anschließend im amerikanischen Besitz (National Distillers of America). An Tom Scott Sutherland verkauft und 1966 von 2 auf 4 Stills ausgebaut. 1971 an Tomintoul-Glenlivet Distillery Co Ltd verkauft, dann 1973 an Scottish & Universal Investment Trust weiter verkauft, die wiederum von Whyte & Mackay übernommen wurden.
| Inverness gilt als Hauptstadt der Highlands und hatte
anfangs der achtziger Jahre noch drei Destillerien, nämlich Glen Albyn,
Glen
Mhor und Millburn.
Geblieben ist keine. Dennoch hat Glen Albyn eine interessante
Geschichte. Sie wurde 1846 gegründet und auch öfters fand sie andere
Verwendungszwecke. Einmal war sie zum Beispiel wegen Schmuggels
geschlossen worden, und wurde zur Mühle umfunktioniert. Während des
ersten Weltkrieges diente sie als Stützpunkt der Amerikaner. Die beiden
Stills wurden immer wieder in Betrieb genommen. Mit dem ist aber für
immer Schluss. 1983 geschlossen. 1988 abgerissen. An der Stelle der Destillerie ist heute ein Parkplatz
eines Einkaufzentrums. Der Whisky bekommt man nur noch von unabhängigen
Abfüllern, z.B. Signatory und Gordon&MacPhail |
1989 von William Simpson, dem Manager von Glenfarclas und James Carle gebaut. 1907 von John J. Blanche (Glasgow Blender) gekauft, 1936 von DCL/SMD erworben. 1964 renoviert, von 2 auf 6 Stills erweitert. 1987 an UD gegangen.
| Die Destillerie wurde nach den Namen des Tales getauft, in
dem sie liegt, nämlich Garioch (sprich Gierie). Das Wasser bezog
die 1797 gegründete Destillerie aus den Percock Hills. Als das
Wasser versiegte, bohrte Morrison Bowmore 1970 ein Tiefbrunnen. Die
Destillerie wurde 1995 geschlossen. Sie steht nun zum Verkauf.
Morrison Bowmore hat(te) somit drei Destillerien aus drei verschiedenen
Regionen. Sie werden in einer Serie mit dem Titel "Taste the
Difference". Glen Garioch gibt es in drei Altersstufen - als
Orginalabfüllung mit 12-, 15- und 21 Jahren. Mit zunehmendem Alter erhält
der Whisky einen torfigen Charakter, was bei jungen Abfüllungen
nicht so deutlich wirkt. |
1840 von John und James Grant gegründet, die bereits bei Aberlour Partner waren. Die Firma J. & J. Grant ging 1953 mit George & J.G. Smith von Glenlivet zusammen und bildete The Glenlivet & Glen Grant Distilleries Ltd (1970 auch mit Longmorn-Glenlivet Distilleries Ltd und Hill, Thompson & Co Ltd zur The Glenlivet Distillers Ltd. Das Konglumerat wurde 1977 von der kanadischen Seagram Co Ltd aufgekauft. 1973 von 4 auf 6, 1977 auf 8 Stills ausgebaut. Mit dem Seagram-Deal 2001 an Pernod Ricard verkauft.
1957auf dem Gelände einer ehemaligen Getreide-Mühle von Seagrams errichtet. Zuerst mit 3 Stills, mit denen auch dreifach destilliert wurde, dann 1970 mit 5, später mit 6 Stills. 1970 erste Stills, die mit Gas beheizt wurden. Produktion wird fast vollständig durch Computer gesteuert. Mit dem Seagram-Deal 2001 an Pernod Ricard verkauft.
| Glen Mhor, gesprochen "Glen Wor" heisst auf
englisch übersetzt Great Glen. Die Nachbardestillerie von Glen
Albyn , die auf der anderen Strassenseite lag, wurde 1892 gegründet.
Sie hatten einiges gemeinsam, so bezogen beide das Wasser aus dem Loch
Ness und doch kamen zwei verschieden Malts heraus. Von der Destillerie
gibt es eigentlich nicht sonderlich viel zu erzählen. Sie hatte zwei
Stills, gelagert wurde der Whisky meist in Sherryfässern. Sie wurde
1983 geschlossen und drei Jahre später abgerissen. Originalabfüllungen
waren schon zu Zeiten als die Brennerei noch produktiv war, selten.
Heute bekommt man ihn nur noch von den "Unabhängigen". |
Ursprünglich von eine Brauerei wird erst 1897 durch Glen Moray Glenlivet Distillery Co Ltd zur Brennerei umgebaut. Ab 1910 bis Anfang der 20er geschlossen und 1923 von Macdonald & Muir gekauft. 1958 von 2 auf 4 Stills ausgebaut. Seit 1976 als Single Malt Originalabfüllung erhältlich.
1838 von MacLennan lizensiert. Der Whisky war unter verschiedenen Namen erhältlich wie Ord, Glenordie oder Glen Ord. Zahlreiche Besitzerwechsel, 1924 dann John Dewar & Sons, 1925 zur DCL. 1966 vollständig renoviert, von 2 auf 6 Stills erweitert, (Saladin Maltings). 1987 an UD verkauft.
1835 von Stewart, Galbraith & Co erbaut und 1919 erst an West Highland Malt Distillers und 1924 an Duncan MacCallum verkauft. 1928-1933 geschlossen und dann an die Besitzer der Scapa Dist. veräußert. Beide Destillerien gingen 1954 an Hiram Walker & Sons (Scotland) und ein Jahr später an A.Gillies & Co, die 1970 Teil der Amalgamated Distilled Products Ltd bildeten. Trotz Renovierung von 1982-1989 geschlossen, dann von Gibson International erworben, die 1994 Bankrott machten. Die Konkursmasse kaufte Glen Catrine Bonded Warehouse Ltd. Steht derzeit zum Verkauf.
1878 von James Stuart & Co errichtet, der bereits Macallen besaß, sie hieß ursprünglich Mill of Rothes.1887 an Gilbey Vintners verkauft. Gilbey wurde 1962 von IDV/Grand Metropolitan übernommen. 1970 renoviert, von 2 auf 4 Stills erweitert. Für J&B Blends genutzt, gibt es nicht Single Malt Originalabfüllung.
1967 von Mackinlay McPherson (Tochterfirma von Scottish & Newcastle Breweries) gebaut. 1985 an Invergordon verkauft und von denen 1987 geschlossen. 1989 von Campbell (Pernod Ricard) übernommen.
Um 1810 unter dem Namen Kilnflat von William Paul gegründet. Der Name wurde geändert als die Destillerie 1871 an Charles Hay verkauft wurde. 1927-1935 geschlossen. 1930 übernahmen Hiram Walker die Kontrolle und kaufen 1936. 1958 wurden die zwei Stills um zwei "Lomond"-Stills erweitert um damit einen weiteren Malt produzieren zu könnnen, den Glencraig. 1981 wurden die Stills in traditionelle Highland Stills konvertiert. Keine Original Single Malt Abfüllungen.
1825 gegrüdet. Verschiedene Besitzer u.a. 1827-1837 David Scott und 1891 Gilmore, Thomson & Co., 1954 Hiram Walker und Lizenz Ballantine & Sons.1959 modernisiert, heute im Besitz von Allied Domecq/Allied Dist.
1826 von James Allardes, einem Portege des Duke of Gordon, der für die Whiskygesetze von 1823 mitverantwortlich zeichnete. 1837 großes Feuer. Verschiedene Besitzer, bis sie 1920 von einem jüngeren Sohn des William Grant of Glenfiddich übernommen wurde. 1960 an William Teacher & Sons, die die Produktionskapazitäten verdoppelten (von 2 auf 4 Stills) dann 1976 an Allied Breweries (Tochter von Allied Domecq). Von 1995 bis 1997 wegen "stock adjustments" geschlossen.
Die jüngste der 7 in Dufftown gebauten Dest. Wurde 1897 von Williams & Sons of Aberdeen gebaut. Die Frima fusionierte zu Macdonald Greenlees und wurde 1926 von der DCL übernommen (1930 SMD). 1962 renoviert mit mehreren Neubauten. 1972 Neubau der gesamten Destillerie (6 Stills). Die alte Dest. wurde 1985 geschlosen. 1987 von UD gekauft, die die alte Anlage als Werkstatt nutzen.
| Diese Destillerie hatte in seiner Laufbahn so viele Namen,
wie kaum eine andere in Schottland. Als 1897 die Destillerie gegründet
wurde, hiess sie "Highland Esk". Nach einem Brand wurde sie
1938 unter dem Namen "Montrose Distillery" für die Grain-Whiskyproduktion genutzt. Als sie von Scotch Malt Distillers übernommen
wurde, hiess sie "Hillside" und 1980 wurde sie in
"Glenesk" umbenannt. Fünf Jahre darauf wurde sie geschlossen.
Ein Teil des Malts floss in die Blends von "VAT69". Das Wasser
bezog man aus dem North Esk. Zu bekommen ist der eher selten gesehene
Malt nur noch bei den unabhängigen Abfüllern Gordon&MacPhail sowie
bei Cadenhead's. Die Ausnahme bildet der von United Fassstark abgefüllte
Hillside (25 Jahre.) der "Rare Malts" Serie. |
Eine der beiden großen Dest., die seit Gründung in privater Hand verblieben sind. John Grant bekam 1865 die Lizenz und 1897 wurde die Dest. umgebaut, 1973 bekam die ein Visitor Centre.1960 von 2 auf 4 und 1976 auf 6 Stills ausgebaut.
1887 von William Grant eröffnet und bis heute im Familienbesitz verblieben. In den 60er Jahren verstärkt als Single Malt angeboten und produziert heute mit 29 Stills. 1990 Bau einer Brennerei namens Kininvie, gleich nebenan auf dem gleichen Gelände zusammen mit Glenfiddich und Balvenie.
1965 innerhalb des Komplexes der Moffat Grain Dest. von Inver House (Publicker, Philadelphia), besteht aus 5 Continous Stills und 2 Pot Stills, die auch 2 Malts produzieren sollten, neben Glenflagler einen, der eigentlich Lillyloch heißen sollte, allerdings wegen eines Schreibfehlers dann Killyloch genannt wurde.1985 stillgelegt, bis auf die Warehouses abgerissen.
| Die an der Küste der Speyside gelegene Destillerie wurde
1875 gegründet. Mit nur zwei Stills war es eine der kleineren
Brennereien in Schottland. Es ist der Hauptgrund, dass der Malt sehr
unbekannt ist und deshalb eher selten zu sehen und bekommen ist. Benannt
wurde die Destillerie nach dem Tal, in dem sie lag, dem Tal Glassaugh.
Von dort kommt auch das Wasser des Whiskies. Die meiste Zeit war die
Destillerie geschlossen, von1907-1931, von 1936-1959 und auch in den frühen
achziger Jahren. Seit 1986 ist sie wieder geschlossen und wird
wahrscheinlich nicht wiedereröffnet, denn 1992 wurde die Lizenz gelöscht.
Zu bekommen war er als Orginalabfüllung mit 12 Jahren. Heute bekommt
man in bei noch einen 83er bei Gordon&MacPhail und auch
Cadenhead's hat(ten) Cask Versionen. |
Als Burnfoot 1833 für die Familie McLelland liezensiert. 1876 an Lang Brothers veräußert 1905 in Glengoyne umbenannt. 1965 Teil von Robertson & Baxter geworden, die zu 35% Highland Distilleries gehören. 1966/7 renoviert und dabei von 2 auf 3 Stills ausgebaut. Bis Anfang der 70er Jahre wurde die Dest. Zu den Lowland Whikies gezählt, da die Grenzlinie direkt durch die Dest. verläuft.
| Glenkinchie wurde 1835 gegründet. Sie ist neben Auchentoshan
die einzige Lowlanddestillerie, die noch in Betrieb ist. Sie war
zudem eine der wenigen, die während des zweiten Weltkrieges nicht
geschlossen war. 1968 wurden die Malting floors geschlossen und
zu einem Museum umfunktioniert. Glenkinchie produziert wohl den
rauchigsten aller Lowland-Malts. Er wird von United Distillers als 10 jähriger
und als Distillers Edition auf den Markt gebracht.
Gordon&MacPhail und Cadenhead's füllen ihn als unabhängige Abfüller
ab, wahrscheinlich in einem höheren Alter. |
| Glenlivet war die erste Destillerie, die im Jahre eine
Brennerlizenz erworben hatte. 1880 gewann die Brennerei zudem noch
Prozess um den Namen Glenlivet. Sie ist die einzige Brennerei, die sich The
Glenlivet nennen darf. Zu einem Drittel werden Sherryfässer
benutzt. Das Wasser wird den unterirdischen Wasserläufen von Josie's
Well entnommen. Abgefüllt wird Glenlivet meistens als 12 jähriger
Whisky, zudem ist noch ein 18 jähriger und eher selten ein 21 jähriger
Glenlivet erhältlich. Gordon&MacPhail hat zahlreiche Jahrgangsabfüllungen und
Signatory hat ihn auch in ihrem
Sortiment. |
| An der Trennlinie der Western Highlands und den Northern
Highlands liegt die Stadt Fort William. Hier gab es einmal zwei
Destillerien, die noch arbeitende Ben Nevis und die seit 1983
geschlossene Brennerei Glenlochy. Seit der Gründung vor ca. 100 Jahren
hat sich die Destillerie kaum verändert. Das Wasser wurde aus dem River
Nevis bezogen. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Destillerie je wieder eröffnet
wird ist sehr klein. Man findet den Malt nur noch selten von den Unabhängigen
Abfüllern. Jedoch ihre Vorräte dürften auch langsam zu Ende gehen. |
| Die viel ältere Schwester von Mannochmore
wurde 1976 von John Duff gegründet. Glenlossie wurde schon bald
umgebaut und 1962 auf sechs Stills erweitert. Der Name kommt vom
Fluss, der im Tal liegt. Das Wasser haben beide Destillerien aus Bardon
Burn von den Mannoch Hills. Bis vor einigen Jahren waren
beide Whiskies schwer zu bekommen. Sie wurden dann, wieder eine
Gemeinsamkeit der beiden, in die Flora und Fauna Serie von UD
aufgenommen. Die F&F Abfüllung von UD ist 10 jährig. Der Whisky
ist von diversen unabhängigen Abfüllern zu bekommen. |
| Glenmorangie wurde 1843 von einer Brauerei in eine
Brennerei umgewandelt. Bereits 1920 wurde entschieden, dass der Whisky
als Single Malt abfüllt werden soll. Es war auch die erste Destillerie,
die mit "The Native Ross-shire Glenmorangie" einen
fassstarken Malt auf dem Markt brachte. Es ist der Malt, der in
Schottland am meisten getrunken wird. Die Stills sind mit 5.13 Metern
die höchsten in Schottland. Das Wasser, was sehr hart und mineralreich
ist, bezieht die Destillerie vom Tarlogie Hill, wobei anzumerken ist,
dass die Quelle auf dem Firmengelände ist. Glenmorangie ist eine der
aktivsten Brennereien, was die Experimentierfreudigkeit angeht. Deshalb
sind auch viele verschiedene Abfüllungen im Handel. Der 10-, 15- und
der 18 jährige (noch) sind aus Burbonfässern. Desweiteren haben sie
Port-, Sherry-, und Madeirawood finish sowie einen Fino Sherrywood
finish. Diese Whiskies werden nach der 10 jährigen normalen Lagerungen
noch für ca. zwei Jahre in die entsprechenden Fässer für die
Schlussreifung umgeleert. Es gibt noch einige weitere Abfüllungen die
nicht so bekannt sind. |
Obwohl während der Bauarbeiten die finanzierende Bank pleitemachte, gelang es 1878 William Grant & Co. mit dem Bau zu beginnen. 1887 Gründung von Highland Distilleries durch Fusion mit Islay Distillery Co (Bunnahabhain). Kein Besitzerwechsel seitdem, nur Änderung des Namens und der Rechtsform. 1963 von 4 auf 6 und 1980 auf 10 Stills ausgebaut.
Drei Blender waren in die Gründung involviert u.a. auch James Buchanan, der dann 1906 die Firma übernahm und 1925 mit der DCL fusionierte. 1966 komplett renoviert und von 2 auf 6 Stills ausgebaut. 1983 geschlossen, 1987 an UD gegangen und 1989 an Allied weiter verkauft, dann Wiedereröffnung.
Die Distillery reklamiert für sich ein Gründungsdatum Mitte der 70er Jare des 18. Jahrhunderts und wäre damit die älteste aktive Brennerei. Zweifel sind jedoch angebracht. 1818 gab es am gleichen Ort eine Destillerie von John Drummond. Dann gab es in der Nähe eine Destillerie, die sich Glenturret nannte (1826). Erst 1875 bekam die jetzige diesen Namen. Zwischen 1923 und 1957 gechlossen und sogar teilweise demontiert. 1957 von James Fairlie erworben und wiedereröffnet. 1981-1990 Partnerschaft mit Cointreau, dann an Highland Malt Distilling verkauft.
| Glenugie ist 1875 aus einer vorgängigen Destillerie
entstanden. Sie hatte zwei Stills und war die östlichste Destillerie
Schottlands. Das Wasser bezog sie vom Wellington Spring. Das
Destilleriegelände lag am Meer in der Schiffsbauerstadt Peterhead. Die
Destillerie wurde 1982 geschlossen und ein Teil des Equipments
verschrottet. Der Whisky wurde nie Offiziell abgefüllt. Die
bekanntesten Abfüllungen stammen von G&M aus den späten
Sechzigern, aber auch Cadenhead hat einige Abfüllungen aus den
Siebzigern. |
1836 von Robert Barclay errichtet. 1938 von Joseph Hobbs für Associated Scottish Malt Distillers erworben, 1953 an DCL gegangen, Mitte der 60er renoviert und 1985 geschlossen, 1987 von UD übernommen, 1992 Rückgabe der Lizenz. Gelände soll für Wohnanlage verwendet werden.
1798 von Magnus Eunson errichtet, aber erst seit 1825 lizensiert. 1888 an James Grant (The Glenlivet) verkauft, dann 1937 an Highland Distilleries abgegeben.
1897 von Thomas Mackenzie gebaut, der bereits an Talisker und Dailuaine Anteile hatte, 1898 Teil der Dailuaine-Ditilleries Ltd. 1899 nach dem Pattison Zusammenbruch geschlossen. Bis 1955 geschlossen (nur 1919-1925 in Produktion), 1982 an DCL verkauft, entsprechend Allied Distillers Eigentum ab 1985, im gleichen Jahr geschlossen und 1989 wiedereröffnet.1965 von 2 auf 4 Stills erweitert.
1871 von Alexander Wilson errichtet, um Tochineal zu ersetzen. 1938 an Arthur Bell & Sons für 4000 Pfund verkauft. 1966 von 2 auf 4 Stills ausgebaut. 1985 an UD gegangen.
| 1938 innerhalb des großen Grain-Destillerie-Komplexes in
Dumbarton errichtet (Hiram Walker & Sons) - sie war zu dem Zeitpunkt
die größte Destillerie in Europa. Zwei der drei Stills produzieren den
Inverleven, der Wash Still mit einem zweiten, dem
"Lomond"-Still (1959 eingebaut) den Lomond. 1991 geschlossen
und anschließend an Allied Domecq verkauft. Am Fluss Leven, der Grenzlinie zwischen Lowland und Highland liegt der riesige Destilleriekomplex von Ballantine's. In ihm entstand ein sehr seltener Malt namens Inverleven. Im selben Komplex wird noch ein zweiter Malt produziert, der Lomond, von dem bis jetzt erst ein Fass für die Scotch Malt Whisky Society abgefüllt wurde. Der Inverleven wurde hauptsächlich den Blends von Ballantine beigemischt. Im Buch von M.Jackson steht, man trinke den Malt an Weinachten zu Nüssen. Inverleven wurde nie offiziell abgefüllt. Von den "Unabhängigen" haben ihn Gordon&MacPhail sowie Cadenhead. |
Obwohl die Gegend mit einer eifrigen Schwarzbrennaktivität gesegnet war, wurde die jetzige Destillerie erst Ende der 1950er errichtet und der erste Single Malt war 1974 erhältlich. 1978 von 2 auf 4 Stills erweitert. 1985 an Invergordon verkauft, die 1994 in Whyte & Mackay aufgingen.
1958 innerhalb des großen Grain Distillery Komplexes in Strathclyde errichtet und zwar von Seager & Evans & Co Ltd. Als Seager von Whitebread gekauft wurde (1976), die die Grain-Destillerie vergrößern wollten, mußte Kinclaith Platz machen.
1898 von Ian Thomson gebaut und 1904 von W.& A.Gilbey Ltd übernommen. 1974 von IDV/Grand Metropolitan übernommen (Siehe auch Glen Spey). 1969 umgebaut und von 2 auf 4 Stills erweitert.
| Die 1817 gegründete Destillerie Lagavulin liegt an der Südküste
der Insel Islay. Ab 1837 gab es dann Lagavulin, die von den Gibson Brüdern
errichtet worden war. Seit 1908 gab es auf dem Geländer noch eine
kleine, weitere Destillerie, Malt Mill genannt. 1927 an die DCL
gegangen. 1962 renoviert (Stills der Malt Mill wurden verwendet). 1987
an UD gegangen. Teil der Classic Malt Serie. Bei hoher See stehen die Aussenwände der Lagerhäuser
manchmal knöcheltief im Wasser. Das Wasser bezieht Lagavulin von
einem Bach, der von den Solan Lochs kommt und auf seinem Weg viel Torf
aufnimmt. Lagavulin produziert einen der rauchigsten Malt überhaupt.
Er wird nach der ungewöhnlichen Lagerzeit von 16 Jahren (früher nach
12 Jahren) aus den Sherryfässern abgefüllt. Der Whisky hat wahrscheinlich den
gewaltigsten Abgang aller Whiskys. Von unabhängigen
Abfüllern ist er auch als Cask-Version zu erhalten . |
Mitte der 20er Jahre des 19. Jahrhunderts errichtet von Donald Johnston, dessen Vater Lagavulin erbaut hatte. Bis 1954 in Familienbesitz, anschließend vom damaligen Besitzer, Ian Hunter, an seine Sekretärin Bessie Williamson vererbt, die wiederum Mitte der 60er Jahre an Long John Distillers Ltd verkaufte. Nachdem Long John in Whitebread (1975) aufgegangen war, im Besitz von Allied Domecq bis heute. 1923 von 2 auf 4, 1969 auf 6 und 1974 auf 7 Stills ausgebaut.
Große Destillerie, die bereits in den 30er Jahren des 19. Jhrhunderts doppelt so viel wie Glenlivet prodizierte. Errichtet wurde sie 1821 von Pter Brown. 1872/3 von dessen Sohn abgerissen und neugebaut. Linkwood-Glenlivet Distillery Co Ltd wurde 1936 von SMD/DCL übernommen. 1963 noch einmal umgebaut und 1973 mit neuer Destillery versehen mit 4 Stills erweitert.. Die alte Destillerie war zwischen 1985 und 1990 geschlossen. 1987 an UD gegangen.
Auf dem Geländer einer Brauerei aus dem 14. Jahrhundert errichtet, ist die Destillerie wohl die älteste Schottlands, da 1772 gegründet.1875 total renoviert. Sehr viele Besitzwechsel. 1988 als Management Buy-Out an Gibson International gegangen, die allerdings 1994 in Konkurs anmelden mussten und dann wurde die Destillerie an Glen Catrine Bonded Warehouses verkauft.1996 teilweise demontiert.
1965 von Littlemill Distillery Co aus einer Calico-Dyeing Fabrik erricht. 1971 von Barton Brands (USA) kontrolliert, 1982 an Amalgated Distilled Products plc übergegangen. Von 1984-1987 geschlossen. Besitz heute: Glen Catrine Bonded Warehouse. Produziert werden zwei Malts (Old Rhiosdhu und Inchmurrin) und Grain-Whisky.
1893 von John Duff zusammen mit einer Destillerie namens Benriach gebaut (1898 zusammengelegt). 1970 Fusion mit Glen Grant und Glenlivet. 1972 von 4 auf 6, 1974 auf 8 Stills ausgebaut. Mit dem Seagram-Deal 2001 an Pernod Ricard verkauft.
| Macallan, der Rolls-Royce unter den Single Malts; eine oft
gehörte und auch nicht unverdiente Ehrung für den Whisky. Die
Brennlizenz von Macallan wurde 1824 erworden, also im gleichen Jahr wie
die von Glenlivet. 1886 an James Stuart (Glen Spey) verkauft, 1892 an
Roderick Kemp, dessen Familie bis heute an der Firma beteiligt ist. 1965
Umbau von 6 auf 12, 1974 auf 18, 1975 auf 21 Stills. Highland
Distilleries und Suntory waren bereits vorher beteiligt und übernahmen
auch den Rest 1996. Macallan ist eine ausgesprochen traditionelle Destillerie. Sie züchtet
ihre eigene Gerste (Golden Promise) und verwendet nur ungeöffnete
Olroso-Sherryfässer aus Spanien für ihre Whiskys. Einige wenige werden
jedoch in Eichenfässer z.B. der 30 jährige. Macallan hat eine Reihe
von Abfüllungen. Die Bekanntesten sind 10-, 12-, neu 15-, 18-, 25- und
30 jährig. Zu erwähnen ist noch der Macallan Speymalt von
G&M mit neun Jahren, der eine erstaunliche Reife zeigt. |
1963 von einem Konsortium gebaut, Glen Deveron Distillers, 1966-1969 besaß Stanley Morrison Aktionär, 1973 an William Lawson verkauft, die wiederum indirekt zu Bacardi gehören. 1966 erst von 2 auf 3, 1968 auf 4 dann 1990 auf 5 Stills ausgebaut.
| Die Brennerei wurde 1972 in der Speyside neben Glenlossie
gegründet. Bereits 13 Jahre nach der Gründung wurde die Destillerie
wieder geschlossen. Bekannt wurde der Whisky, der einer der blumigsten
überhaupt ist, erst 1992, als ihn United Distillers in die Fauna &
Flora Serie aufnahmen. Die Destillerie wurde 1994 wegen Absatzproblemen
wieder geschlossen, obwohl die Destillerie ein Produktionsvolumen von
mehr als zwei Millionen Liter jährlich hat. Sie soll aber bald wieder
produzieren (hoffentlich!). Der Whisky wird meistens relativ jung
abgefüllt. UD hat ihn als 12jährigen in der F&F-Serie, G&M als
10jährigen und Signatory ebenfalls als 12jährigen. Einen Caskstrong
findet man in der Rare Malts Serie mit 22 Jahren. |
| Millburn wurde angeblich 1815 gegründet und war eine der
drei Destillerien, die Inverness einmal hatte. Sie lag am Ortseingang
der Stadt. Die Gebäude stammen aus den Jahren 1876, 1898 und 1922, was
daraus schliessen lässt, das hier sehr traditionell gearbeitet wurde.
1922 von Booth's Distillers gekauft, ein Jahr später von Feuer zerstört
und anschließend renoviert. 1937 an DCL gegangen. 1985 geschlossen.
1987 an UD gegangen. 1989 in ein Restaurant umgebaut. Warum Millburn von United Distillers geschlossen wurde, weiss man nicht
genau. Jedenfalls wurde ein Teil der Gebäude in ein Pub und Steakhouse
umgewandelt. Der Whisky wurde nur offiziell in der Rare Malts Serie
abgefüllt, ist aber ein wesentlicher Bestandteil des Vatted Malt
The Mill Burn. Gordon&MacPhail hat ihn in der Connoisseurs' Choice
Serie abgefüllt. Es gibt zudem noch Abfüllungen von Cadenhead. |
Wahrscheinlich 1824 gebaut. Schreibweise auch: Milton Duff geschrieben. 1936 an Hiram Walker verkauft und somit heute im Allied Domecq Besitz. Ab 1965 bis 1981 mit 2 "Lomond"-Stills (Mosstowie-Produktion). 1974 total renoviert.
1823 errichtet und bis 1887 die einzige Destillerie in Dufftown. Bald nach dem Bau an J.& J.Grant (von Glen Grant) verkauft und stillgelegt. 1897 von 3 auf 6 stills ausgebaut, ab 1923 John Walker & Sons Besitz, somit 1925 zur DCL. 1963 ausgebaut und 1987 an UD gegangen.
| Bei der Gründung 1820 hiess die Destillerie Townhead.
Bereits drei Jahre später wurde sie auf North Port umgetauft. Die
Destillerie war über lange Zeit ein Familienbetrieb. Mit nur zwei
Stills war sie auch ziemlich klein. Die Destillerie war des öftern
geschlossen. In den siebziger Jahren wurde die Destillerie modernisiert
und 1983 trotzdem geschlossen. 1987 an UD gegangen und abgerissen. Das Wasser wurde aus dem örtlichen
Wassernetz bezogen, welches vom Loch Lee her stammt. Die Gerste kam von
der Umgebung Brechin, daher auch der Zusatzname. Erhältlich ist er nur
in unabhängigen Abfüllungen mit Ausnahme eines Rare Malts, der 1995
auf den Markt kam. |
| Die Destillerie Oban liegt im gleichnamigen Ort in den
Western Highlands und soll 1794 gegründet worden sein. 1883 von Walter
Higgin gekauft, der umfassend renovierte, 1923 an John Dewar & Sons
verkauft, die 1925 mit der DCL verschmolzen. Geschlossen von 1931-1937
und von 1969-1972. 1987 an UD gegangen und in die Reihe der Classic
Malts aufgenommen. Die Stadt Oban
ist der Ausgangsort zu der Insel Mull ( Tobermory
/ Ledaig kommt von Mull) und den restlichen Hebrideninseln. Die
Destillerie selbst liegt in Bucht Little Bay of Caves und bezieht
ihr Wasser von den Mooren Ardconnell, die auf den Höhen der Stadt
liegen. Oban wird mit 14 Jahren (früher mit 12 Jahren) abgefüllt. Die
Nähe zu den Inseln kann der Whisky, obwohl er weich ist, nicht
verbergen. Er passt hervorragend zu Muscheln und Wild. |
In der 70er Jahren startete Arthur Bell & Sons eine große Expansionsinitiative und baute innerhalb derer auch diese Destillerie. 1985 an UD gegangen und 1993 geschlossen. Noch als Labor genutzt um neue Brennmethoden zu auszuprobieren benutzt.
| Der seltenste Malt von Islay stammt von dieser
Destillerie. 1825 gegründet, 1836 in den Besitz von John Ramsay gelangt
und im Familienbesitz bis 1927 verblieben, 1925 von der DCL übernommeni.
Bis 1967 geschlossen, dann renoviert, von 2 auf 4 Stills ausgebaut. 1973
Bau großer Drum Malltings, die die meisten Islay-Brennereien versorgen.
1983 Destillerie geschlossen, 1987 an UD gegangen. Teilweise demontiert.
Seit 1992 ohne Lizenz. Nur noch die
Malting Floors der ehemaligen Destillerie, die die übrigen Brennereien
beliefern, arbeiten noch. Historisch war Port Ellen in zwei Punkten
wichtig. Hier wurden die Versuche mit dem Spirit Save gemacht;
auch der Export nach Amerika wurde von Port Ellen aus abgewickelt. Abfüllungen
sind sehr schwer zu bekommen und werden bald praktisch überhaupt nicht
mehr erhältlich sein. Als Orginalabfüllung ist nur noch der 20 jährige
Rare Malt zu finden. Gordon&MacPhail und Signatory haben noch einige
wenige Flaschen im Handel. |
1826 von James Henderson erricht und bis 1920 im Familienbesitz verblieben. John Dewar & Sons, Übergang an DCL waren weitere Stationen. 1930-1951 geschlossen. 1955 an Hiram Walker, 1959 komplett renoviert. 1995 verkauft Allied Distillers an Inver Distillers.
| Eine weitere Lowlanddestillerie, die wie fast alle, im
Moment geschlossen ist. Der Name stammt von Rosenbüschen, die heute
aber nur noch vereinzelt zu sehen sind. Gegründet wurde Rosebank etwa
um 1817. Die Gebäude stammen aus der Mitte des 19. Jahrhunderts, wo auch
schon kurz nach der Gründung umgebaut wurde. Rosebank war eine der drei
letzten Destillerien, die nach der Dreifachmethode brannten (Auchentoshan
und Benrinnes
sind die andern). Geschlossen wurde die Brennerei 1993 von United
Distillers, (wer wohl sonst?) denen auch noch heute gehört. Abfüllungen
gibt es sehr viel verschiedene. Die meisten sind eher jüngeren Alters. |
Captain William Fraser hat diese Destillerie 1812 auf dem Cowdor Estate erricht, sie bekam als erste den Zusatz "Royal" im Jahre 1835. Weitere Besitzer: John Bisset & Co und ab 1943 die SMD. 1965/6 renoviert und 1970 von 2 auf 4 Stills ausgebaut. 1985 geschlossen und 1991 wiedereröffnet. 1987 an UD gegangen.
Von John Begg 1845 auf dem Boden des Balmoral Estates erbaut (Queen Victoria zog ins nahegelegende Balmoral Castle). 1841 zerstörte ein Feuer die Destillerie. Begg schloß sich 1916 der DCL an. Größere Renovierungen 1963 und 1967. 1987 an UD gegangen.
| St. Magdalene, auch bekannt unter dem Namen Linlithgow,
lag westlich von Edinburgh in der geschichtsträchtigen Kleinstadt
Linlithgow, die einmal vier Destillerien beherbergte. Geschichtsträchtig
deshalb, weil hier die unglückliche schottische Königin Mary geboren
wurde. Die Brennerei selbst wurde um 1800 gegründet. Fast 200 Jahre
wurde in den Gemäuern eines ehemaligen Lepraspitals, das nachher als
Kloster benutzt wurde, Whsiky gebrannt. Selbst eine Liquidation im
Jahre 1912 überlebte die Destillerie. 1983 wurde die Destillerie endgültig
geschlossen und zum Teil in Wohnungen umgewandelt. Der meiste Whisky
landete in den Blends. Es wurden jedoch einige Fässer als Malt
abgefüllt, als Rare Malts von UD, diverse Abfüllungen von
G&M, sowie Abfüllungen von Cadenhead sind erhältlich. |
John Townsend, Distiller aus Speyside, erbaute die Destillerie 1885. Nach über 30 Jahren wurde sie an die Scapa Distillery Ltd. Verkauft, dann 1936 an Bloch Brothers, die bereits Glen Scotia besaßen, schließlich 1954 an Hiram Walker. 1959 renoviert (Einbau einer "Lomond"-Still). Durch Merger heute im Besitz von Allied Domecq. 1994 stillgelegt.
1897 von John Hopkins & Co erbaut. Erste Destillerie, die Drum Maltings benutzte (1968 geschlossen). 1916 an die DCL verkauft. Geschlossen zwischen 1930 und 1934.1987 an UD gegangen und an 1991 an Inver House Distillers verkauft.
1987 eröffnet und 1990 in Produktion gegangen. Erbaut gegenüber einer alten Destillerie mit dem gleichen Namen, auf einem Platz, der Drumguish genannt wird. Kleine unabhängige Firma, die einen Vatted Malt produziert: Glentromie (und einen Blended: Speyside)
| Springbank ist eine der wenigen Brennereien, die noch in
Familienbesitz ist. Die Destillerie wurde 1828 gegründet und seit 1837
ist sie im Besitz der Familie Mitchell. Geschlossen 1926-1935 und
1982-1988. Es wird neben dem eigentlichen Springbank auch noch ein stark
torfiger Malt hergestellt, der zu Ehren einer zerstörten Campbeltown
Longrow genannt wird (das 2.Destilat wird komplett ein 3.Mal gebrannt,
ansonsten wird für Springbank nur der Middle Cut weiterverwendet). Springbank produziert zwei
verschiedene Malts, den Springbank und den Longrow. Der Name Longrow
stammt aus der Zeit, wo in Campbeltown noch über zwanzig
Brennereien aktiv waren. Einige von ihnen standen an einer Reihe in der
Longrow Strasse. Vom Longrow sagt man weiterhin, er stehe mit einem Bein
auf Islay. Dies kommt von seinem phenolischen und torfigen Geschmack.
Springbank ist eine der ganz wenigen Destillerien, die noch selber abfüllen.
Das hat damit zu tun, dass der unabhängige Abfüller Cadenhead seine
Flaschen ebenfalls bei Springbank abfüllt. Das Wasser bezieht die
Destillerie aus dem Crosshill Loch. Springbank hat viele verschiedene
Abfüllungen von 12 - 40 jährigen Whiskies. Die meisten haben 46 Vol. %
. |
1786 von George Taylor als Milltown Distillery erbaut. 1876 schwere Schäden durch Feuer, 1879 durch Explosion. 1949 schwere Strafe wegen Steuerbetrugs. 1950 an Chivas Bros. verkauft und umbenannt. 1965 renoviert und von 2 auf 4 Stills ausgebaut. Mit dem Seagram-Deal 2001 an Pernod Ricard verkauft.
1891 durch Umbau einer Getreide-Mühle als Glenisla-Glenlivet entstanden. W.& A.Gilbey (Glen Spey) nannten sie um. 1962 Fusion mit J&B zu IDV (dann Station Watney Man und schließlich Grand Metropolitan). 1969 renoviert und von 2 auf 4 Stills erweitert.
| Nach mehreren Fehlversuchen wurde Talisker, die einzige
Destillerie auf der Insel Skye, von den Brüdern MacAskill in Carbost
1831 gegründet. 1857 für 500 Pfund an Donald Maclellan verkauft, dann
an John anderson und als dieser pleiteging Roderick Kemp (Macallan) und
AG Allan, der 1898 die Dailuaine-Talisker Distilleries Ltd aufbaute, die
1925 in der DCL aufging (Ende der Dreifach-Destillation). Neubau nach
Feuer 1960, Ende der Malting Floors 1972, Verkauf an UD 1987. Gehört zu
den Classic Malts. Die Destillerie liegt am Loch Harport mit den Cullinsbergen im Rücken. Auf Skye gibt es jedoch noch ein Unternehmen, das eine Vatted Malt mit den Namen Poit Dubh herstellt. Nach einer Reifezeit von 10 Jahren wird er mit ungewöhnlichn 45,8% abgefüllt, der einem den Schweiss in die Stirn treiben kann. Er hat den 8 jährigen abgelöst, der mit der gleichen Stärke abgefüllt worden ist. Diverse unabhängige Abfüller bieten ihn noch in anderen Altersstufen an, unter denen auch Cask-Abfüllungen zu finden sind. |
1897 als eine der modernsten Destillerien mit eigenen Saladin Maltings erbaut von eine Konsortium aus Blendern und The Highland Distilleries Co. 1972 von 2 auf 4, 1975 auf 6 Stills ausgebaut.
Zwischen 1965 und 1966 erbaut von Invergordon bzw. einer Tochter und 1994 von Whyte & Mackay erworben, anschließend 1995 geschlossen.
Capt. Hugh Munro gründete 1817 diese Destillerie, sie wurde 1904 von Innes Cameron übernommen, bevor sie 1934 an die DCL/SMD ging. 1962 von 2 auf 4, 1971 mit neuem Stillhouse auf 10 Stills erweitert. 1974 renoviert. 1985 geschlossen. 1987 an UD gegangen. 1990 wurde der moderne Teil wieder in Betreib genommen.
| Die Geschichte um den Namen der Destillerie ist fast so
verwirrend wie der von Glen Ord. Der Schrägstrich ist berechtigt, da es
sich um die gleiche Destillerie, der einzigen auf Mull handelt.
Tobermory oder Ledaig , wie auch immer, wurde ende des 18. Jahrhunderts
gegründet. Sie war aber fast während des ganzen 19. Jahrhunderts
geschlossen, sowie von 1930-1972. Auch in den 80iger Jahren war die
Destillerie oft geschlossen. 1795 von John Sinclair erbaut. Verschiedene
Eigentümer folgten. 1890 gehörte sie John Hopkins, die wiederum an die
DCL ging (1916). 1930 geschlossen und erst 1972 als Ledaig Distillery
(Tobermory) Ltd wiedereröffnet. 1975 Konkurs. 1978 an Kirkleavington
Property verkauft und in Tobermory benannt. 1981-1989 geschlossen. Seit
1990 wieder kleinere Produktion. 1993 von Burn Stewart Distillers
gekauft, die 2 Malts verkaufen: Tobermory (nicht getorft) und Ledaig
(leicht getorft). Seit 1990 arbeitet sie wieder kontinuierlich. 1990 wurde auch Klarheit im Namen geschaffen: Wenn Ledaig draufsteht, ist es ein Single Malt, wenn Tobermory draufsteht ist es ein Vatted Malt. Dies gilt für Abfüllungen nach 1990. Das einzige was bei der Destillerie kontinuierlich lief, war das Wasser aus dem Loch Mishnish. Durch die ständigen Schliessungen und Wiedereröffnungen ist es schwer etwas über erhältliche Abfüllungen zusagen. |
1897 im Speytal von Tomatin-Spey District-Distillery Co Ltd erbaut. Nach deren Konkurs 1909 von der New Tomatin Distillers Co Ltd wiedereröffnet. In verschiedenen Ausbaustufen zwischen 1956-1974 zur größten Destillerie Schottlands mit einer Kapazität von 12,5 Millionen Liter (Von 2 auf 4, 6, 10, 12 und 1974 auf 24 Stills, davon sind heute 12 in Betrieb. 1975 Konkurs und Verkauf an Takara & Okura.
Zweithöchst gelegene Destillerie nach Dalwhinnie, 1964 von den Whisky-Brokern Hay & MacLeod / W.& S.Strong erbaut. 1973 gekauft von Scottish & Universal Investment Trust (Longro). 1974 von 2 auf 4 Stills erweitert. Heutiger Besitzer: Whyte & Mackay.
1960 Long John Distillers Ltd eröffnet und sie war damit die erste im 20 Jahrhundert gebaute Highland Distillery. Im Jahr 1956 von Schenley Industries Inc, USA, aufgekauft, dann 1975 von der Brauerei Whitebread, die in Allied Domecq einging. 1972 von 4 auf 8 Stills ausgebaut
Im Jahr 1949 wurde die heutige Destillerie durch W. Delmé Evans für Tullibardine Distillery Ltd gebaut. Nach Brodie Hepburn wurde 1991 Invergordon Besitzer. 1973 von 2 auf 4 Stills vergrößert. 1994 an Whyte & Mackay verkauft und seit 1995 geschlossen.